Über mich

Über mich

Hallo, ich bin Herr Ma und ich bin dosensüchtig.

Meine Sucht begann jetzt vor fast genau zehn Jahren, als ich mein erstes Logbuch am 1. Mai 2010 erfolgreich bekritzeln konnte. Seitdem sind sehr, sehr viele Funde hinzugekommen und unter normalen Umständen hätte ich Ende dieses Jahres meinen 25k feiern können – aber das war vor Corona. Ich löse am liebsten Mysteries und bin besonders gerne auf Wanderrunden unterwegs. Dazu fahre ich in der Regel jeden Samstag in aller Frühe los, denn die Entfernungen zu schönen, langen Trails werden immer weiter. Meistens bin ich dabei allein unterwegs, aber in der vergangenen Zeit sind auch sehr viele Aktivitäten gemeinsam mit einem guten Freund dazu gekommen.

Ich wohne in einem Vorort von Kassel, dem sogenannten „Nordhessischen Cacheparadies“ (was sich aber ausschließlich auf die Dosendichte bezieht, wirklich schöne und bemerkenswerte Dosen sind hier sehr selten). Meine zweite Homezone liegt in England, insbesondere Leicester, wo meine Freundin ihren Doktor macht. Nicht selten ziehen wir gemeinsam durch die wunderschöne englische Landschaft, um dort zum Teil echt fiese Caches zu finden. Mit anderen Worten: ich bin in Sachen Geocaching eigentlich ständig unterwegs.

Und jetzt? Jetzt ist alles anders. Ich für mich habe mich dazu entschlossen, während der Corona-Krise mit ihren von oben vorgegeben Beschränkungen das Hobby erstmal einzustellen. Es gibt zurzeit Wichtigeres, als alles Mögliche anzugrabbeln und so ungewollt zur Verbreitung der Pandemie beizutragen. Auch wenn sehr viele der Meinung sind, dass doch alles von unserer Regierung Vorgegebene übertriebene Panikmache sei und Geocaching garantiert niemandem schade, so habe ich da ein anderes Bild und versuche so gut wie es geht, Risiken zu vermeiden. Meine Entscheidung! Ja, es tut auch weh – zugegebenermaßen fehlt mir das Cachen sehr. Aber warum cache ich eigentlich so gerne? Ganz einfach: ich liebe es in der Natur zu sein und mich dort zu bewegen. Grübelgrübel…und ja – das geht tatsächlich auch OHNE Dosen. Einfach die Haustür auf und direkt von dort aus loslaufen. Oder eben ein paar Kilometer bis zu einem Wanderparkplatz fahren, und einen schönen Wanderweg laufen. All das geht komplett ohne GPS…und macht auch glücklich. Auch wenn es schon den ein oder anderen Moment gab, wo ich bewusst an Dosen vorbei gelaufen bin (Autsch), bin ich bis jetzt standhaft geblieben.

So schlage ich mich enthaltsam durch die Krise und kann es kaum abwarten, mich wieder auf mein Hobby zu stürzen. Bis dahin muss aber die Vernunft siegen.