Tag 21 – Premiumweg P22

Tag 21 – Premiumweg P22

Auch an Ostern wollte ich unbedingt noch eine Wanderrunde laufen. Vorher gab es allerdings einen kleinen medizinischen Notfall, der einen frühen Start verhindert hat. Hätte ich allerdings gewusst, was mich heute erwartet, wäre ich wahrscheinlich gar nicht erst aufgestanden.

Heute war Sonntag. Und wie jeden Sonntag ist meine überambitionierte Freundin um halb acht aufgestanden, um ihren langen Lauf zu machen. Neunzig Minuten und knapp 17km später (für sie, für mich kamen etwa 20 Meter zusammen) gab es dann erstmal Frühstück (für uns). Anschließend wurde ein wenig rumgegammelt und dann wollten wir auf Strecke gehen. Ausgerechnet jetzt machte uns der oben erwähnte Notfall einen Strich durch die Rechnung, so dass ich für die nächsten zwei Stunden anderweitig beschäftigt war (meine bessere Hälfte nutze die Zeit, um nochmal 16km mit dem Rad zu fahren). Als ich dann endlich wieder zuhause war, wollte ich aber unbedingt nochmal los, denn bisher hatte ICH ja noch nicht viel unternommen. Also packte ich die Wanderschuhe ein und die Freundin ins Auto und wir fuhren in den Kaufunger Wald, um dort den Premiumweg P22 – Sankt Ottilien zu laufen.

Auf dem Wanderparkplatz angekommen das ewig gleiche Bild: alles voller Autos. In „normalen“ Zeiten ist hier immer alles leer, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit. Aber jetzt zieht es die Menschen nach draußen, was mehr als verständlich ist (ich hoffe für viele, dass sie sich die neuentdeckte Liebe zur Natur auch beibehalten). Die ersten zwei Kilometer waren noch wunderschön, aber dann machten sich die bisherigen Aktivitäten meiner Begleitung bemerkbar: „nicht so schnell“, „igitt, bergauf“, „mir ist so warm“, „musst du mich so hetzen“ waren noch die freundlicheren Dinge, die ich mir anhören musste. Ich würde jetzt gerne sagen, dass ich die Natur und die Stille genossen habe, aber von Stille konnte wahrlich keine Rede sein. Bei der ganzen Nölerei haben wir dann auch noch eine Abzweigung verpasst, was der guten Stimmung des weiblichen Geschlechts nicht gerade förderlich war. Die 12 Kilometer zogen sich fast endlos, und ich war noch nie so froh, als wir endlich wieder am Auto ankamen. Zu erwähnen bleibt noch, dass wir unterwegs ein Cacherpaar getroffen haben, die ebenso wie wir in diesen Zeiten einfach nur wandern…geht doch!

PS: Ich liebe sie trotzdem 😉

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[Anmerkung der Redaktion: Alles Unsinn, ich war quietschfidel, fix und fröhlich unterwegs!]

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